Internationale Beziehungen

News
UZH International
Studieren an der UZH
Studieren im Ausland
Doktorierende
Lehrende / Mitarbeitende
Nord-Süd-Kooperation
Über uns  

Erfahrungsberichte

zur Übersicht

Typus/Richtung

Erasmus - IN

Jahr

09/10 WS

Universität

AT-WIEN04
Wien - Veterinärmedizinische Universität Wien

Studienfach

Veterinärmedizin (6000)

Gesamteindruck

Alles in Allem, war es ein sehr gelungener Aufenthalt. Egal ob an der Vetsuisse Fakultät oder im privaten Bereich wurde man überall super freundlich aufgenommen. Alle haben sich sehr um einen bemüht und immer weitergeholfen bei den verschiedenen Fragen bzgl. Unterlagen zum Studium oder wo Veranstaltungen abgehalten werden. Im privaten Bereich wurden sehr viele Freizeitaktivität gemeinschaftlich unternommen, wie zum Bsp. Besuch bei der Streetparade, Theaterspektakel, Chilbi und Freestyle Festival.

Jedem der gerne eine praktische Veterinärmedizinische Ausbildung erhalten möchte, inder er auch als vollwertiges Mitglied der Klinik angesehen werden möchte und nicht einer unter vielen sein möchte, weil die Gruppengrösse bei den klinischen Uebungen den Rahmen der Sinnhaftigkeit übersteigt, kann man diesen Auslandaufenthalt an der Vetsuisse Fakültät nur empfehlen.

Vorbereitung

Zur Vorbereitung gab es eingie Unterlagen von dem Erasmusprogramm, ansonsten kann ich einen Reiseführerzu lesen nur empfehlen.

Ankunft

Die Anreise erfolgte mit dem Flugzeug der Firma Airberlin und Nicki. Die Fluglinie bietet günstige Flüge und einen sehr guten Service an Board. 

Abgeholt am Flughafen wurde ich von der Wohnungseigentümerin, bei der ich ein Zimmer zur Untermiete hatte. Ansonste besteht aber auch eine sehr gute Anbindung mit der Schnellbahn zum Hauptbahnhof (Fahrzeit ca 30min)

Zimmersuche
Wohnen

Die Zimmer und Wohnungssuche gestalltete sich etwas schwierig, da es in Zürich offiziell keine Wohnheime für Studenten gibt. Unter WG gesucht usw habe ich gesucht, und im Internet das MAX 13 gefunden. Letzteres stellte sich für mich wie ein Studentenwohnheim dar. Leider war hier für den Zeitraum in dem ich in Zürich aufenthalt hatte kein Zimmer zu bekommen.

Letztlich lief es dann auf persönliche Kontakte hinaus- wer kennt jemanden in Zürich?- und so kam ich bei einer sehr netten Freu mit sehr netter Wohnung, schönem grossem Zimmer und super Wohnlage unter.

Universität

An der Universität werden weisse Mäntel und graue Kombis (Overalls) den Studenten zur Verfügung gestellt.

Es gibt eine kleine Bibliothek in der es eine kleine Auswahl an Büchern gibt, die oftmals nicht auszuleihen sind.

Ein grosses Plus ist, dass die Universtität eine günstige Mensa hat.

Die Universität selbst ist sehr klein und überschaubar. 

Die Lehrenden sind sehr bemüht ein freundliches, konstruktives Klima herzustellen.

An Wiederkäuerklinik: Der Tag beginnt mit der allgemeinen Untersuchung der Patienten, die in der anschliessenden Visite werden die Tier, die der Student untersucht hat von ihm vorgestellt. Nach der Visite erfolgt die klinische Behandlung-Wuntoilette, neuer Verband usw, hier darf der Student auch selbst aktiv werden. Bei Operationen (Kaiserschnitt, Labmagen...) darf der Student assistieren und auch selbst palpieren (z.b. das Kalb Lage usw bei Kaiserschnitt) und auch etwas nähen. Freitags müssen die Studenten die Fälle die sie in der Woche begleitet haben Vorstellen.

In der Pferdeklinik erfolgt morgens die Visiste, anschliessend übernehmen die Studenten die Medikamentenverabreichung an die stationären Patienten. Im Anschluss daran ist man bei der Untersuchung der ambulanten Patienten anwesend. In der Pferdechirurgie nimmt man aktiv an der Lahmheitsuntersuchung teil. Bei Operationen darf der Student mitassistieren. Verbände anlegen kann man erlernen und einiges mehr.

In der Kleintierklinik wird man einem Assistenten zugewiesen mit dem man die stationären Patienten untersucht. Praktische Tätigkeite die der Student durchführen kann sind Blutentnahmen, Venenzugänge setzten, Verbandswechsel, Injektionen und vieles mehr.         Freitags gibt es eine Impfsprechstunde für Studenten, in der die Studenten die Tiere untersuchen und impfen dürfen. 

Auf der Gynäkologie für Kleintiere kann der Student auch einiges erlernen wie z.B. Deckzeitbestimmung, Beurteilung des Zyklusstandes duch Vaginalzytologie und Progesteronbestimmung, Katerkastrationen, Assistenz bei Operationen (z.B. Pyometra) umsorgen der Welpen usw.

In der Zoo- und Heimtierklinik wird der Student ebenfalls vollständig miteingebunden in der Versorgung der Patienten (hierzu gehört auch das Handling, z.B. wie man eine Schlange aus dem Terrarium herausfängt, wie man ihr Medikamente p.o, s.c. un i.m. verabreicht) , in der Untersuchung der ambulanten Patienten. Es gibt hier sehr gute Lehrcds, die man sich umbedingt vorher ansehen sollte!

Nachtdienste müssen auch von den Studenten absolviert werden. Hier gibt es eine kleine Entlohnung. Der Nachtdienst bei den Grosstieren ist sehr angenehm. Bei Notfällen ist der Student bei der Versorgung aktiv mit dabei (Kaiserschnitte, Koliken usw.) Im Kleintiernachtdienst kann es schon eher mal vorkommen, dass man sich verlassen und überfordert fühlt. Hier könnte die Universität einiges verbessern.

Leben/Freizeit

Im Vergleich zu Wien ist die Zürich was die Lebensmittelpreise betrifft nicht teuerer. 

Käse ist in der Schweiz um einiges günstiger. Wenn man allerdings die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen muss, dann wird es hier doch um einiges teuer. Auch im Restaurant zu essen ist sehr sehr teuer (ca 120CHF= ca. 72€ für zwei Pers.) . Kurz gesagt: Hotels, Oeffis und Restaurants (auch Mc Donalds) sind sehr sehr teuer.

Die günstigste Zimmermiete die ich gefunden habe lag bei 450CHF=ca 300€ .

Freizeitaktivitäten bieten sich viele. Zürich mit seiner einmaligen Lage am See und umgeben von den Bergen ermöglicht einiges an sportlichen Aktivitäten. Bei hohen Temperaturen kann man wunderbar, bei tollem Ausblick auf die Alpen, im Zürich See baden. Auch in der Limmat bei starker Ströhmung kann geplanscht werden oder man geht Wandern am Uetliberg. Der Zoo ist für Studenten der Vetsuisse Fakultät kostenlos und sollte auf jeden Fall besucht werden. Mittwochs ist der Besuch des Kunsthauses ebenfalls kostenlos und bietet mit seiner sehr grossen Sammlung eine nette Abwechslung.

Wer gerne Schoggi mag, der sollte die Fabrik von Lindt und Sprüngli nicht verpassen-hier gibt es einen Werkverkauf!