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Typus/Richtung

Erasmus - IN

Jahr

09/10 WS

Universität

DE-FRANKFU01
Frankfurt am Main - Goethe-Universität Frankfurt

Studienfach

Betriebswirtschaftslehre (3010)

Gesamteindruck

Insgesamt bin ich mit meinem Auslandssemester in Zürich sehr zufrieden. Ich konnte mich neben meiner fachlichen Weiterbildung auch persönlich weiterentwickeln und zusätzlich viele neue Eindrücke über das Land, die Menschen und die Kultur gewinnen. Darüber hinaus konnte ich auch viele persönliche und fachliche Kontakte knüpfen. Nachdem das Semester nun zu Ende ist, fällt mir auf, das die letzten Monate hier sehr schnell vergangen sind. So ein Semester kann dann doch sehr kurz sein, was aber nicht zuletzt auch für die schöne Zeit spricht, die ich hier in Zürich erlebt habe.

Vorbereitung

Was ist das erste was man sich überlegen sollte, wenn man über einen Auslandsaufenthalt nachdenkt? Die meisten beginnen damit, zu überlegen, wohin sie möchten. Das ist sehr wichtig und sollte gut überlegt sein. Der Studienort sollte zu einem passen, einem vor allem zusagen und er sollte natürlich auch das problemlose Studieren im eigenen Studiengang zulassen. Aber bevor es soweit ist, nachzudenken, wohin es gehen soll, sollte man sehr genau prüfen, ob ein Auslandssemester über realisierbar ist. Ein Auslandsaufenthalt ist nicht gerade günstig. D.h. die eigenen Finanzen sollten ein Auslandssemester zulassen. Denn obwohl ERASMUS-Studenten ein Stipendium in Höhe von ca. 170 €/Monat bzw. in der Schweiz 250 CHF/Monat erhalten, ist mit mehreren Tausend Euro an Ausgaben zu rechnen.Darüber hinaus ist es natürlich sehr wichtig, sich so früh wie möglich zu informieren. Am besten schon zum Studienbeginn. Hätte ich zum Beispiel nicht sofort zu Studienbeginn einen Wirtschaftsenglisch-Kurs belegt, so hätte ich die Zulassungskriterien schon nicht erfüllt und ein Auslandsaufenthalt als ERASMUS-Student wäre nicht möglich gewesen. Also, so früh wie möglich informieren. Darüber hinaus sollte man auch Kontakt mit der Studieenberatung des eigenen Fachbereichs an Heim- und Gastuniversität aufnehmen, um einen reibungsloses Studieren zu ermöglichen. Im Zentrum dieser organisatorischen Vorbereitung standen bei mir u.a. die Fragen der Anerkennung von Prüfungsleistungen sowie die Wahl meiner Wahl- und Wahlpflichtfächer. Die Internetadressen der Universität helfen hierbei aber auch sehr gut.

Ankunft

Für mich war die Anreise per Auto am einfachsten, weil ich so gleich alles mitbringen konnte, was ich während meines Auslandssemesters benötigte. Bei der Anreise ist es sehr wichtig, sich die Verkehrsgegebenheiten in der Schweiz im Allgemeinen und in Zürich im Speziellen vorher genau anzuschauen. Für die Autobahnbenutzung benötigt man eine Vignette und man sollte sich möglichst an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, weil es sonst sehr teuer werden könnte. Die Parksituation vor Ort sollte man sich auch vorher schon überlegen. Ein Parkplatz in der blauen Zone kostet etwa 30 CHF im Monat, das jeweilige Auto muss aber auf die eigene Person angemeldet sein.

Zimmersuche
Wohnen

Die Wohnsituation in Zürich ist recht angespannt. Auf ein WG-Zimmer gibt es sehr viele Berwerbungen, was dazu führt, dass die Suche schon mal etwas dauern kann. Besonders für Auslandsstudenten ist es sehr schwierig eine Wohnung zu erhalten, weil die Aufenthaltsdauer meist nur ein Semester beträgt. Erschwerend kommt hinzu, dass man vom Heimatland aus keine Chance hat ein Zimmer in einer Wohnung zu erhalten.

Zum HS 09 wurde erstmals das internationale Studenthastel in der Meierwiesenstraße eröffnet. Ich hatte Glück und konnte dort über die Warteliste eines der begehrten Zimmer ergattern. Die Miete ist mit 500 CHF für 12 qm zwar nicht gerade günstig, das Hostel bietet aber dennoch einige Vorteile. Es handelt sich hierbei um einen Neubau. Als Auslandsstudent war es mir besonders wichtig, schnell Kontakte zu knüpfen. Das geht im Studenthostel besonders einfach, weil sich hier alle 170 Studenten eine gemeinsame Großküche sowie einen Aufenthaltsraum teilen. Zugegeben, in der Küche kann´s zu den Stosszeiten schonmal etwas eng werden, die großzügige Lounge mit Tischkicker und LCD-TV entschädigt dann aber wieder dafür.

Universität

Ich entschied mich für ein Auslandssemester in Zürich, weil ich mein Wissen im Bereich Finance vertiefen wollte und die Universität genau hierfür ein umfangreiches Angebot bietet. Mir ist während meines Studiums in Zürich eine sehr gute Verknüpfung von Theorie und Praxis aufgefallen. Häufige Gastvorträge aus Wirtschaft und Finanzmarktaufsicht führten neben der Vermittlung des theoretischen Stoffes auch zu einem guten Gesamteindruck. Die hohe geforderte Anzahl von bis zu 3 Hausarbeiten pro Woche kann zwischenzeitlich schon zu einer sehr großen Belastung führen. Rückblickend bringt aber gerade diese Eigenleistung, bei der das Gelernte selbstständig angewand werden musste einen deutlichen Wissensgewinn. Die verpflichtenden eLearning Angebote (online) finde ich leider sehr ineffizient und kaum gewinnbringend. Die Universität ist optisch sehr ansprechend und man kann auch gut im Universitätsgebäude bzw. in der Bibliothek lernen. Die Uni hat eine sehr gute Lage und ist problemlos innerhalb von 10 Minuten vom Hauptbahnhof aus zu erreichen. Einziger Wermutstropfen ist das Essen in der Mensa. Die Mittagspause von 12:00-12:15 ist viel zu kurz um etwas essen zu können. Allein die Wartezeit beträgt teilweise 10 Minuten. Das Essen ist relativ monoton und auch geschmacklich nicht gerade ein Highlight. Was ich positiv bewerte ist das reichhaltige und günstige Sportangebot, welches von vielen verschiedenen Sportarten und kostenlosen Fittnesstudios bis hin zu günstigen Saunen reicht. Was ich sehr erfreulich fand, war die Unterstützung durch das Auslandsbüro, speziell durch Frau Hochuli. Von Beginn an habe ich hier alle relevanten Informationen für mein Studium und bei Rückfragen stets schnelle und kompetente Hilfe erhalten. 

Leben/Freizeit

Nicht um sonst wurde Zürich inzwischen schon mehrfach zur Stadt mit der besten Lebensqualität gekürt. Immerhin geht man ja nicht nur zum Studieren ins Ausland, man will ja auch das Land, die Leute und die Kultur kennenlernen. Zürich bietet neben dem erstklassigen Alpenpanorama, dem Zürichsee, dem Stadtbild und den vielen Bars, Clubs, Restaurants, Shoppingmöglichkeiten und den unzähligen Sehenswürdigkeiten eine Vielzahl von Beschäftigungsmöglichkeiten. Kurzum, hier ist für jeden etwas dabei. Darüber hinaus macht es auch Sinn, sich weitere Städte wie zum Beispiel Bern und Luzern anzuschauen um die Schweiz näher kennenzulernen.