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Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Erasmus - IN

Jahr

07/08 SS

Universität

DE-LEIPZIG01
Leipzig - Universität Leipzig

Studienfach

Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft (7360)

Gesamteindruck

Alles in allem war das eine sehr gute Entscheidung das Austauschsemester in Zürich an der Universität zu machen. Die Menschen sind sehr nett, die Schweizer Kultur ist megainteressant, die Uni ist super, meine Mitbewohner und mein Haus ist sensationell, die Event-Organisationen von ESN Zürich sind fantastisch, die anderen Austauschstudenten sind auch alle sehr nett und das Wetter ist prima! Was will man mehr...

Vorbereitung

Die Vorarbeiten waren recht mühsam. Ich musste mich um gefühlte tausend Sachen kümmern. Der Studienvertrag, die Wohnung, Auslandsbafög beantragen, Auszug um nur ein paar davon zu nennen. Im Endeffekt ist man am Besten dran, wenn man sich früh genug eine to-do-Liste macht, auf der steht, was alles getan werden muss (am besten mit deadlines) um am Ende nicht im Stress zu versinken.

Ankunft

Meine Ankunft ging ganz schön in die Hose: Verspätung mit dem Zug, meine Bekannte hat mich deshalb nicht gefunden und als ich allein zu meinem neuen Zuhause ging, war dort auch niemand da, der mich empfangen hat. Alles im allem dachte ich mir: Es kann nur besser werden. Und so war es auch: Nach und nach lernte ich meine Mitbewohner kennen, erkundete die Stadt, lernte die anderen Studenten bei der EInschreibeveranstaltung kennen, mit denen ich Abends zum Ersten International Pub gegangen bin und am kommenden Wochende gab es eine Stadttour von ESN. Das Semester konnte endlich starten...

Zimmersuche
Wohnen

Das war schon so eine Sache. Ich dachte noch in meinem Studentenzimmer (eines Studentenwohnheimes) Leipzig: Hier sind ja auch soviele Austauschstudierende, das wird schon irgendwie klappen. Denkste! Kurz  vor Panikausbruch habe ich die Zimmervermittlung der Uuniversität angerufen, die mir sagten, ich müsse mich persönlich vorstellen kommen, um ein Zimmer zu bekommen. Ich war ziemlich schockiert darüber. Nichtsdestotrotz wollte ich nicht für ein Zimmerchen nach Zürich fahren und versuchte es auf anderen Wegen: Ich habe mir das Wohnbulletin der Uni Zürich und einige Internetseiten zuhand genommen und etwa 30 Zimmeranfragen verschickt. Und siehe da: Ohne Vorstellen, aber mit Anrufen habe ich ein super Zimmer 5 Minuten zu Fuß von der Uni entfernt. Wir sind hier zu 13 plus eine junge Familie als Hausleitung. Es gibt in der Woche jeden Tag frisches Brot, Milch, Butter etc. zum Frühstück und wir essen einmal zusammen in der Woche zu Abendbrot. Jeder trägt zum Gelingen des Haushalts bei (ich bringe zum Beispiel mit meiner Mitbewohnerin die Flaschen weg) und es kommt sogar zweimal in der Woche eine Putzfrau. Manchmal lade ich meine Freunde ein und wir spielen ein bisschen Tischkicker oder machen ein Schoko-Fondue. Und das alles für 300 Franken. Also: es muss nicht immer teuer sein!

Universität

Die Uni, im speziellen die Veranstaltungen des Deutschen Seminars zu Sprachwissenschaften sind ein Schlaraffenland für mich. Ich hätte gern mehr besucht. Die Seminare sind angenehm klein (bis 15 Leute), ganz anders als in Leipzig, wo zu Beginn erst einmal ausgelesen wird. Natürlich liegt das auch an der Studiengebühr, die auch bald in Leipzig Einzug halten wird. Durch die  Veranstaltungen habe ich mich mehr und mehr mit der deutschen SPrache in ihrnen vielen Varianten auseinandergesetzt und auch viel dazu bearbeitet und Referate gehalten und ich werde wohl auch eine Hausarbeit dazu schreiben. Auch habe ich einen Einblick in die Praxis von Linguisten erhalten indem ich selbst Experimente durchgeführt habe. Das alles macht mir sehr viel Spass und ist absolut eine Bereicherung.

Ansonsten ist die Uni und der Campus voll auf Studenten abgestimmt (in Leipzig ist derzeit überall in der Stadt Interim aufgrund des Neubaus der Uni). Nachdem man sich erst einmal ans neue System und den dazugehörigen Abkürzen wie KOL oder SOD gewöhnt hat ist es kein Problem mehr sich zurechtzufinden. 

Leben/Freizeit

Niemals hätte ich gedacht, dass ich einmal soviel von der Schweiz sehe. Durch ESN war dies möglich. Ich habe das Wallis gesehen und bin Schneeschuh gewandert, habe Citytouren gemacht und das Tessin gesehen. Außerdem findet jede Woche ein Zusammentreffen der Austauschstudierenden statt und auch mein Freundeskreis hier ist ziemlich aktiv: Wanderung auf den Uetliberg, Besuch von Genf, Lausanne, Luzern und dem Pilatus und anderen Stätten sowie sonntägliches Schoggitrinken und gemeinsames Grillieren gehören zum Programm. Auch der wöchentliche Usgang darf nicht fehlen.

Insgesamt habe ich fast keine Zeit Heimweh zu haben...