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Typus/Richtung

Erasmus - IN

Jahr

07/08 WS + SS

Universität

DE-BERLIN13
Berlin - Humboldt-Universität zu Berlin

Studienfach

Rechtswissenschaft (2000)

Gesamteindruck

Insgesamt hatte ich ein sehr schönes Jahr in Zürich. Die Uni ist supergut organisiert und die Vorlesungen sind sehr interessant.

Vorbereitung

Da ich vor dem Aufenthalt meine Studienarbeit schreiben musste, hatte ich nicht wirklih viel Zeit, um mich auf den Aufenthalt  vorzubereiten.

Ankunft

Auch die Betreuung ist hier einfach unvergleichbar mit der, die man von der Humboldt Universität kennt. Dass ich aufgrund der Studienarbeit nicht rechtzeitig zum Semesterbeginn da sein konnte und bei der Begrüßung der Erasmus-Studenten nicht dabei sein konnte, war absolut kein Problem. Ich wurde von der Erasmus-Koordinatorin der Fakultät, Sarah Notter per E-Mail angeschrieben; wir haben einen Termin vereinbart, bei dem sie mir sehr ausführlich und geduldig alles erklärt hat, was sie bereits bei der Begrüßung allen Studenten erzählt hat. Sie hat mich an ihrem PC durch die Webseite der Universität ‚geführt’ und sich zum Schluss des Gesprächs bereit erklärt, alles gerne noch mal zu wiederholen, falls ich etwas nicht verstanden habe oder wieder vergesse. Eine solche Begrüßung stimmt einen mehr als positiv.

Auch Ivo Rüttiman, der Erasmus-Koordinator, der für alle Studiengänge verantwortlich ist, beantwortet Fragen freundlich und geduldig.

Die wichtigsten Informationen bekommt man auch per E-Mail zugesandt. Ebenso wird man an die Anmeldefrist für die Prüfungen mehrmals erinnert.

Zimmersuche
Wohnen

Nach einem WG- bzw. Wohnheimzimmer kann man sich auf jeden Fall bei Ivo Rüttiman oder bei Sarah Notter erkundigen, denn beide haben uns am Anfang des Semesters per E-Mail gefragt, ob wir noch Zimmer bräuchten.

Universität

Als Erasmus-Studierender kann man sich hier alle und so viele Vorlesungen besuchen, wie man möchte. Man muss jedoch beachten, dass je nach Vorlesung unterschiedlicher Aufwand benötigt wird. Das liegt daran, dass es hier, wie bei uns, Pflichtfächer und Nebenfächer gibt, in denen die Schweizer Studenten nicht geprüft werden. Dies dürfte sich nun aber ändern, da auch hier das Studium der Rechtswissenschaft auf Bachelor/Master umgestaltet wurde. Zurzeit gelten noch beide Studienordnungen nebeneinander und als Erasmus-Student kann man alle Vorlesungen, die des Bachelor- und die des Lizenziatsstudiengangs, besuchen.

Derart volle Vorlesungen wie wir kennen, mit teilweise 400 Studenten, gibt es hier nicht. Die Vorlesung wird dann auf mehrere Professoren aufgeteilt, sodass man sich den Professor und den Termin aussuchen kann. Es gibt zwar eine Aufteilung nach Anfangsbuchstabe des Nachnamens, an diese ist man aber nicht gebunden.

Da die Vorlesungen relativ klein gehalten werden, ist es hier unüblich, mitten in der Vorlesung aufzustehen und hinaus zu gehen oder zu spät zu kommen. Um ehrlich zu sein, habe ich hier kein einziges Mal jemanden zu spät kommen oder gar aufstehen und hinausgehen gesehen. Das erweckt eher den Eindruck, man wäre in der Schule. Dieser Eindruck bestätigt sich auch in der Tatsache, dass es eine Pausenklingel gibt. Die Pausen werden von den meisten Professoren eingehalten. Nur wenige Vorlesungen werden 1,5 Stunden am Stück gehalten, was ich persönlich sehr angenehm fand.

Die Uhrzeit, die man in dem Vorlesungsverzeichnis findet, wird immer eingehalten. Mit den  akademischen 15 Minuten kann man hier nicht immer rechnen. Wenn im Vorlesungsverzeichnis 14:00 steht, dann ist das genauso gemeint.

Für Kurse in dem Sprachenzentrum muss man sich rechtszeitig anmelden. Einen solchen Ansturm wie in Berlin aber gibt es hier auf die Kurse nicht, sodass man nicht unbedingt bei der Freischaltung der Anmeldung am PC sitzen muss. So wie ich beobachten konnte, hat man noch nach einigen Tagen die volle Auswahl an Kursen.

Es werden auch sehr interessante Seminare angeboten. Die Anmeldung muss hier aber sehr frühzeitig erfolgen. Ich habe an einem Seminar teilgenommen, welches Anfang April stattfand. Die Arbeiten musste man bis zum 20. März absenden. Angemeldet habe ich mich jedoch bereits im September bzw. Oktober.

Die meisten Seminare an der juristischen Fakultät werden in Hotels durchgeführt. Die Hotelkosten werden von der Universität nicht übernommen, sodass man die Kosten bei der Anmeldung beachten muss.

Die Professoren sind hier generell netter als bei uns. Sie wirken viel offener und versuchen, die Materie einem wirklich nahe zu bringen. Während es bei uns schnell passieren kann, dass man dem Professor schwer folgen kann, weil er viele Details nicht erläutert und davon ausgeht, man hat bereits vorgearbeitet, wird hier oftmals zu ausführlich, detailliert und langsam unterrichtet.

Wie bereits erwähnt, man bekommt manchmal das Gefühl, man wäre in der Schule, was jedoch nicht zwangsläufig schlecht ist.

Die Prüfungen sind, wenn man die Lizenziatsvorlesungen besucht, mündlich. Sie dauern 15 Minuten und sind generell viel einfacher als unsere schriftlichen.

Wenn man allerdings Bachelor-Vorlesungen besucht, gibt es schriftliche Prüfungen. Wie diese aussehen, weiß ich leider nicht, da der Bachelor-Studiengang erst in diesem Jahr eingeführt worden ist und die Vorlesungen für Studienanfänger für mich im siebten bzw. achten Semester nicht besonders interessant waren.

Die Lehrbücher sind hier meist aufgrund der kleinen Auflagen sehr teuer. Da lohnt es sich wirklich, ein ganzes Buch zu kopieren.

Die Bibliothek in der Fakultät ist zwar sehr schön und modern, zum Lernen aber meiner Meinung nach, wenig geeignet. Die Balkone wackeln ein wenig, wenn jemand den Gang lang läuft. Zudem ist es dann sehr laut, weil überall in der Bibliothek Parkettboden verlegt ist. Es ist zudem viel zu dunkel, da das Licht nicht direkt scheint.

Besser, aber auch nicht mit der StaBi zu vergleichen, ist der Lernraum im Hauptgebäude in dem Uniturm auf dem Geschoss L. Gleich gegenüber ist der Entspannungsraum.  Dort kann man zwischendurch mal einen Mittagsschläfchen halten oder mal auf dem Chi-Schüttler die Wirbelsäule entspannen. Die ist ein kostenloser Service der Uni und alles, was dazu benötigt wird, ist ein Studentenausweis.

Leben/Freizeit

Das Erasmus Student Network, kurz das ESN, bietet vor allem im Herbstsemester viele Aktivitäten an. Einige davon sind schnell ausgebucht, sodass man hier wirklich manchmal bis um 00:00 Uhr am PC warten sollte, um einen Platz zu bekommen.

Nett sind auch die wöchentlichen International Pubs. Jeden Mittwoch treffen sich die Erasmus und die Mobilitätsstudierenden in verschiedenen Bars und Cafés. Der Treffpunkt wird immer auf der Homepage des ESN, www.esn.ethz.ch, bekannt gegeben.

Die Mobilitätsstudenten sind diejenigen, die aus anderen Universitäten aus der Schweiz kommen.

Polyball

Der Polyball im Dezember ist angeblich der größte Ball Europas. Mit Studentenausweis kosten Tickets 50 CHF. Man kann aber an der TÖGA teilnehmen. Da die Dekoration ausschließlich von Studenten gemacht wird, braucht das Organisationsteam viele helfende Hände. Mit 5 Stunden Bastelarbeit verdient man sich ein Ticket und mit 7,5 Stunden Nachtbastelarbeit 2 Tickets. Die Arbeit macht Spaß und nachts gibt es sogar ein gemeinsames Essen.

 

Sport

Von der ASVZ, dem Unisportveranstalter, werden einem sehr viele Möglichkeiten geboten. Es gibt täglich sehr viele Kurse, die meisten in dem Untergeschoss der ETH, die 2 Gehminuten von dem Hauptgebäude und 5 Gehminuten von der Fakultät entfernt ist. Man muss sich für die meisten Kurse nicht vorher anmelden und kann einfach immer hingehen, wenn man Lust hat.